Westpolen baut seine Position als eine der wichtigsten Regionen für Logistik, Industrie und Vertrieb konsequent aus. Die Nähe zur deutschen Grenze, zur Autobahn A2, zur Schnellstraße S3 sowie zur gut ausgebauten Eisenbahninfrastruktur schafft sehr gute Voraussetzungen für neue Investitionen. Ein weiterer Impuls wird das intermodale Terminal in Zbąszynek sein, dessen Inbetriebnahme für das erste Quartal 2028 geplant ist.
Loconi Intermodal S.A., einer der führenden intermodalen Betreiber in Polen und Mitglied der PSA International-Gruppe, hat den Bau eines neuen intermodalen Terminals in Zbąszynek eingeleitet. Das Terminal entsteht an der zum TEN-T-Netz gehörenden Eisenbahnstrecke E20, in der Nähe der A2 und der S3. Das Projekt umfasst eine Fläche von rund 9,4 ha, vier Umschlaggleise und einen Abstellplatz mit einer Kapazität von etwa 4.500 TEU. Diese Infrastruktur kann die Kapazitäten für den intermodalen Verkehr in Westpolen erheblich steigern und die Bedeutung der Region in den europäischen Lieferketten stärken.

Neuer Impuls für die regionale Wirtschaft
Die Bedeutung des Terminals beschränkt sich nicht nur auf den Containerumschlag. Der Ausbau der intermodalen Infrastruktur wirkt sich auf das gesamte Ökosystem in seinem Umfeld aus. Mit steigendem Transportvolumen wächst der Bedarf an Straßentransporten für die „erste und letzte Meile“, an 3PL-Dienstleistungen, Lagerung, Konsolidierung, Distribution sowie Leichtindustrie.
Für Unternehmen bedeutet dies die Möglichkeit, flexiblere Lieferketten aufzubauen. Lange Strecken können per Bahn zurückgelegt werden, während der Straßentransport für die Lieferung des Containers zum Lager, zum Distributionszentrum oder zur Produktionsstätte zuständig ist. In den kommenden Jahren könnte ein solches Modell angesichts der Notwendigkeit, Emissionen zu reduzieren, Abwicklungszeiten zu verkürzen und die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten zu erhöhen, an Bedeutung gewinnen.
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Steigender Bedarf an Lager- und Produktionshallen
Ein intermodaler Terminal ersetzt kein Lager. Per Bahn angelieferte Waren erfordern oft weitere Bearbeitungsschritte – Lagerung, Kommissionierung, Umpacken, Konsolidierung oder Vorbereitung für den Vertrieb. Daher kann der Ausbau des Terminals die Nachfrage nach Lager-, Logistik- und Produktionshallen nicht nur in Zbąszynek selbst, sondern auch in der gesamten Region steigern.
Von besonderer Bedeutung werden Standorte sein, die einen schnellen Zugang zur A2, zur S3, zur polnisch-deutschen Grenze und zur Eisenbahninfrastruktur gewährleisten. In diesem Zusammenhang wächst das Potenzial von Świebodzin, Gorzów Wielkopolski, Zielona Góra sowie des westlichen Teils des Ballungsraums Posen. Für Investoren wird nicht nur der Zugang zu Schnellstraßen oder Autobahnen immer wichtiger, sondern auch die Möglichkeit einer reibungslosen Anbindung des Straßenverkehrs an die Schiene.
Die Projekte von BTS Development fügen sich in diese Richtung ein
BTS Development entwickelt Lager- und Produktionsinvestitionen gerade in Westpolen. Zu den Investitionsprojekten von BTS Development gehören unter anderem BTS Park Świebodzin VI, BTS Park Gorzów Wlkp. und BTS Park Poznań West.
Ihnen allen ist der Zugang zu den wichtigsten Verkehrskorridoren gemeinsam sowie die Möglichkeit, sowohl den heimischen Markt als auch Westeuropa zu bedienen. Der Ausbau des Terminals in Zbąszynek kann die Attraktivität solcher Standorte für Logistikunternehmen und Produktionsbetriebe, die flexible Flächen in einem gut angebundenen Teil des Landes suchen, zusätzlich steigern.
Merkmal / Parameter Investitionsdaten
Investor Loconi Intermodal S.A. (PSA International-Gruppe)
Geplante Eröffnung 1. Quartal 2028
Fläche ca. 9,4 ha
Kapazität des Umschlagplatzes ca. 4.500 TEU
Eisenbahninfrastruktur 4 Umschlaggleise an der Strecke E20 (TEN-T-Netz)
Straßenanbindung Kreuzung der Korridore der Autobahn A2 und der Straße S3
Was könnte in den nächsten 3–5 Jahren passieren?
Die kommenden Jahre werden eine Phase der Vorbereitung des Marktes auf die Nutzung neuer Möglichkeiten sein. Noch vor der Inbetriebnahme des Terminals können Unternehmen Standorte für künftige Lager, Distributionszentren und Produktionsstätten analysieren, während Investoren Grundstücke sichern und die nächsten Projektphasen planen können.
Ab 2028 lässt sich die Bedeutung des Terminals anhand der tatsächlichen Frachtströme und der sich entwickelnden Bahnverbindungen beurteilen. Wenn rund um Zbąszynek regelmäßige intermodale Verbindungen entstehen, werden die Vorteile weit über die Stadt selbst hinausreichen.
Westpolen ist zunehmend nicht mehr nur eine Transitregiion. Es entwickelt sich zu einem Ort, an dem Güter gelagert, verarbeitet, kommissioniert und weiter auf die europäischen Märkte verteilt werden. Das intermodale Terminal in Zbąszynek kann diesen Prozess deutlich beschleunigen und damit die Bedeutung des gesamten A2-S3-Korridors für neue Logistik- und Produktionsinvestitionen stärken.

Intermodales Terminal in Zbąszynek – Fragen und Antworten
Wann wird das intermodale Terminal in Zbąszynek eröffnet?
Die Inbetriebnahme des Terminals ist für das erste Quartal 2028 geplant.
Was versteht man im Zusammenhang mit diesem Projekt unter intermodalem Verkehr?
Dabei handelt es sich um den Transport von Containern unter Nutzung mehrerer Verkehrsträger (Fernverkehr auf der Schiene + Lkw auf der Zubringerstrecke zum Lager) ohne Umladen der Ware selbst.
Warum ist Zbąszynek ein wichtiger Standort für die Logistik?
Er liegt an der Eisenbahnstrecke E20 (TEN-T-Achse) sowie in unmittelbarer Nähe des Autobahnkreuzes A2 und S3 an der Grenze zu Deutschland.






